Chronische Migräne

Wir müssen endlich zuhören!

Als Migräne-Betroffene weiss ich aus eigener Erfahrung, was es heisst, mit seiner Erkrankung nicht ernst genommen zu werden.

Wusstest du, dass weltweit über eine Milliarde Menschen an Migräne leiden? In Österreich allein sind es über eine Million. Trotzdem wird die Erkrankung und ihre Auswirkung auf den Alltag und die Freude am Leben oft nicht ernst genommen.

Meine Geschichte und Erfahrungen mit Migräne und meine multimodalen Therapieansätze. Im Video-Podcast.

Chronische Migräne aus Sicht einer Internistin

Metabolische Migräne ist ein relativ neuer Begriff in der Migräneforschung und steckt quasi noch in den Kinderschuhen. In den letzten Jahrzehnten lag der Schwerpunkt in der Migräneforschung vor allem auf der medikamentösen Behandlung. Wir wissen aber heute, dass diese Medikamente bei vielen PatientInnen nicht die erhoffte Wirkung erzielen. Die Zahl der sogenannten "Non Responder“, also Migräne-PatientInnen, die nicht auf medikamentöse Behandlung ansprechen, liegt bei den neuen CGRP Antikörpern zwischen 43-73%. Das ist extrem hoch! Das heisst, es muss eine andere Ursache geben, wo wir genauer hinschauen müssen. Im Zentrum der Forschung steht die Annahme, dass es sich bei Migräne nicht primär um eine Gefäßkrankheit, sondern um eine tieferliegende Störung im Energiestoffwechsel des Gehirns handelt. Das bedeutet: Das Gehirn der Betroffenen kann seinen Energiebedarf in bestimmten Situationen nicht mehr ausreichend decken - es kommt zu einer Art energetischen Krise. Die Energieunterversorgung kann die Reizschwelle im Gehirn senken und eine Migräneattacke auslösen.
Immer mehr Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Migräne auch als Stoffwechselstörung des Gehirns angesehen werden kann. Das Problem liegt auf zellulärer Ebene des Gehirnstoffwechsels. Genauer: Die Mitochondrien – die „Kraftwerke“ der Zellen – arbeiten bei den Betroffenen ineffizient. Die Folge ist eine sogenannte „Energiekrise“, bei der das Gehirn vorübergehend seine normale Funktion nicht mehr aufrechterhalten kann. Dies wiederum führt zu einer Überempfindlichkeit des Gehirns – Licht, Geräusche, Gerüche oder selbst kleinste Blutzuckerschwankungen können dann zur Qual werden und in den stark einschränkenden Attacken enden.
Der Migränepatient ist quasi nicht mehr leistungsfähig.
Stecker raus!
Erst wenn das Gleichgewicht im Gehirn wieder hergestellt ist, hört die Attacke auf.
Mein Ziel als Internistin ist es, den Energiehaushalt im Gehirn wiederherzustellen. Dabei verfolge ich 5 zusammenhängende Strategien:
Blutzuckerstabilisierung
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Erhöhung von Antioxidantien und Reduktion von oxidativem Stress
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Mikronährstofftherapie
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Bereitstellung alternativer Energiequellen
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Mitochondrientraining.
Migräne ist zwar nicht heilbar, aber mit diesen Ansätzen lassen sich die Migräneattacken und Miränefrequenzen deutlich reduzieren und Lebensqualität zurückgewinnen.

Was kann jede Migränepatient:in daheim selbst tun? jeden Tag 5 Liegestütze - das ist der erste Schritt Richtung gesunder Mitochrondrien!

Der Schmerz

Der Schrei

Scream it out